Samstag, 26. März 2016


Meteoriten


 Die meisten Meteoriten sind Bruchstücke von Asteroiden und stammen aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Durch Kollisionen wurden sie vom Mutterkörper losgeschlagen. Die Zeitdauer zwischen dem Abtrennen vom Mutterkörper und dem Einschlag auf der Erde liegt bei einigen Millionen Jahren kann aber auch mehr als hundert Jahre betragen. Einige Meteoriten stammen vom Mond und vom Mars ab. Auch sie müssen vom Einschlag eines Kleinkörpers losgeschlagen und ins All geschleudert worden sein. Meteoriten enthalten das älteste Material unseres Sonnensystems, dass zusammen mit diesem vor 4,56 Milliarden Jahren entstanden ist. Sie bieten den einzigen direkten irdischen Zugang zur Erforschung der Entstehung des Sonnensystems.



Als Meteoroid bezeichnet man den Ursprungskörper, solange er sich noch im interplanetaren Raum befindet. Das heisst solange er noch nicht in die Erdatmosphäre eingedrungen ist. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre erzeugt er eine Leuchterscheinung die als Meteor bezeichnet wird. Der Meteoroid verglüht entweder als Sternschnuppe in der Erdatmosphäre oder erreicht als Meteorit den Boden.



Das auffälligste äußere Merkmal von Meteoriten ist die sog. Schmelzkruste. Dabei handelt es sich um einen dünnen „Überzug“ auf der Meteoritenoberfläche. Diese Schmelzkruste entsteht während des „heißen Ritts“ der Meteoriten durch die Atmosphäre. Hierbei werden Meteorite an ihrer Oberfläche sehr heiß, stellenweise so heiß, dass das Meteoritengestein schmilzt. Bei Abkühlung dieses geschmolzenen Gesteinsmaterials bildet sich hieraus besagte Kruste. Typischerweise sind Schmelzkrusten – wie man es von „Angekohltem“ erwartet – schwarz.






In Abhängigkeit von ihrer (chemisch-mineralogischen) Zusammensetzung werden Meteorite in drei Hauptgruppen unterteilt:

1) Eisenmeteorite:
Diese bestehen – wie der Name schon sagt – überwiegend aus Eisen. Der Eisenanteil liegt in der Größenordnung von etwa 90 %. Der Restbestandteil ist im Wesentlichen Nickel.

2) Steinmeteorite:
Steinmeteorite bestehen – wie die meisten ur-irdischen Gesteine – vorwiegend aus sog. Silikaten. Der Anteil von Eisen kann bei Steinmeteoriten bis zu 20 % betragen. Daher sind viele Steinmeteorite auch „magnetisch“.

3) Stein-Eisen-Meteorite:
Meteorite dieser Gruppe setzen sich zu etwa gleichen Anteilen aus Silikaten und Eisen zusammen.



Innerhalb dieser drei Hauptgruppen werden Meteorite, je nach Struktur und chemisch-mineralogischer Zusammensetzung, weiteren Untergruppen zugeordnet.






 





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